Wie hoch ist die Inflation in Deutschland?


Nun, die Bundesregierung und die "Mächtigen am Hebel" wollen der arbeitenden Bevölkerung immer schon klar machen, dass wir fast keine Inflation haben. Neben den "nur" 2 Millionen Arbeitslosen… Beides sind natürlich kleine Märchen, damit alle weiterhin froh und munter sind und schon weiter arbeiten gehen. Wir wollen hier einen kleinen Blick auf die Inflation werfen.


Was ist eigentlich Inflation?

Nun, die offizielle Definition ist wohl: "Die Inflation ist die sogenannte Teuerungsrate in einem Land." Und wie wird die Teuerungsrate beeinflusst? Grundsätzlich einmal durch das Verhältnis Geldmittel zu der Menge an - in einer Wirtschaft - produzierten Güter und Produkte. Es ist so ähnlich wie eine Waage, die im Gleichgewicht gehalten werden muss. Und wenn dann eine Gurke nun 50 Cent mehr kostet, als noch vor einem Jahr, dann spricht man von Inflation. Denn wenn Sie vor einem Jahr, vielleicht damit ausgekommen sind, mit 1600 Euro Ihren Warenkorb (wir kommen später noch dazu, was dies bedeutet) zu füllen, so brauchen Sie jetzt vielleicht schon 1700 Euro. Wenn Sie also für den gleichen Lebensstandard nun viel mehr Geld brauchen, dann hat die Inflation zugeschlagen.


Deutsche Geschichte

In Deutschland hat es schon einige Fälle von deutlicher Inflation gegeben. So gab es im Jahre 1923 eine Hyperinflation, die letztlich dazu führte, dass ein Brot damals mehr als 5 Milliarden Mark kosten sollte! Deshalb reagieren die Deutschen vielleicht auch, historisch bedingt, sehr schnell auf eine Meldung über Inflation. Und da die Regierung natürlich möchte, dass keine Panik ausbricht und alle schön weiter arbeiten und in die Sozialkassen einzahlen, deshalb haben wir immer eine niedrige Inflation. Doch wie kann das sein? Altersarmut ist ein deutlicher Hinweis, dass da was nicht stimmen kann! Wenn ältere Menschen gar nicht mehr in der Lage sind, ihren einfachen Lebensstandard zu halten und quasi fast Pleite gehen und sich vielleicht gerade noch so "in den Tod retten", dann kann doch etwas nicht stimmen mit den Pressemeldungen. Seit Jahren kaum Inflation und trotzdem steigt die Altersarmut?


Falschmeldungen?

So gibt es in diesem Land leider einige Falschmeldungen, die letztlich nur dazu dienen, die arbeitende Bevölkerung bei Laune zu halten. Und was soll man in diesem verregneten Deutschland auch anderes machen, als zu arbeiten?! Was ist denn zum Beispiel mit unseren nur 2 Millionen Arbeitslosen? Das ist fast Vollbeschäftigung! Und was ist mit den zahlreichen Obdachlosen, die in fast jeder Innenstadt die Bürgersteige bevölkern? Sind nicht in der Statistik! Und was ist mit den Millionen von Flüchtlingen? Sind nicht in der Statistik! Und was ist mit den Menschen, die sich in Umschulungsmaßnahmen befinden oder die schlicht zu alt sind, für die Vermittlung? Sind nicht in der Statistik! In der Welt der Controller und Zahlenspezialisten gibt es ein Sprichwort: "Sag mir, was das Ergebnis der Statistik sein soll und ich bereite sie vor!" Und genauso verhält es sich mit der Inflation. Denn diese liegt in gravierender Form vor!


Große Inflation

Kennen Sie noch das typische, deutsche Familienbild in Deutschland? Der Mann geht arbeiten, die Frau kümmert sich zu Hause um die zwei Kinder und die Familie fährt einmal im Jahr in den Urlaub. Es gibt ein Auto und eine Einfamilienhaus?! Die gute alte Zeit! Heute arbeiten meist beide Partner in einer Ehe: "Es geht eben nicht mehr anders, das Geld reicht einfach nicht mehr!" Hä? Wie kann das denn sein?! Wir haben doch kaum Inflation? Oder leben die Deutschen heutzutage einfach über ihre Verhältnisse? Wohl kaum, denn dieses Problem "das Geld reicht nicht mehr" haben ja nicht nur Familien, sondern eben auch die bereits oben genannten älteren Menschen in Deutschland! Alles ist so teuer geworden!


Inflation niedrig halten

Um zu verstehen, wie das nun alles sein kann, muss man einfach einmal hinterfragen, wie der Grad der Inflation für die Bevölkerung gemessen wird. Und dann kommen wir also zum berühmten Warenkorb. Dieser wird genutzt um den Preisindex bzw. die Veränderung dessen für Privathaushalte zu ermitteln. Sind die Preise für ein bestimmtes Produkt also gestiegen oder gefallen? Was steckt alles drin im Warenkorb? Und das ist jetzt eigentlich der wichtigste Punkt! Denn damit kann ich die Statistik natürlich total beeinflussen.


Im Warenkorb enthalten sind folgende Themenfelder:


  • Nahrungsmittel bzw. alkoholfreie Getränke
  • Tabakwaren und alkoholische Getränke (interessante Kombination!)
  • Bekleidung und Schuhe
  • Wohnung, Wasser, Gas und Brennstoffe
  • Einrichtungsgegenstände
  • Gesundheit und Pflege
  • Verkehr
  • Nachrichtenübermittlung (was immer das auch ist!)
  • Freizeit, Kultur und Unterhalten
  • Bildungswesen
  • Hotel und Restaurant
  • Andere Waren (?)

So, und jetzt wird es natürlich interessant! Wie hoch ist hier die Preissteigerung? Wir picken uns mal die - für Familien und ältere Menschen - wichtigsten Positionen heraus (und vermerken gleich die Preissteigerung im ca. Schnitt von 1995 bis 2010. Und in den letzten Jahren waren die Preissteigerungen bestimmt noch "schlimmer"!


  • Nahrungsmittel bzw. alkoholfreie Getränke (11,03%)
  • Bekleidung und Schuhe (5,45%)
  • Wohnung, Wasser, Gas und Brennstoffe (30,05% Ups!)
  • Einrichtungsgegenstände (6,15%)
  • Verkehr (13,63%)
  • Freizeit, Kultur und Unterhalten (11,13%)

Oweia! Das sind aber leider keine 1,4% mehr?! Und wie kommt es dann zu einer solch niedrigen Inflation? Nun, wenn ich als Statistiker noch Positionen, wie Bildungswesen mit 0,7% dabei mische oder andere Positionen, mit niedriger Preissteigerung (und ich kann ja jede Position für sich auch nochmals beeinflussen) dann kann ich den Prozentsatz natürlich drücken. Richtig konkret wird es natürlich dann, wenn man das Verhältnis der monatlichen Kosten noch anwenden würde. Wie viel von 2000 Euro Nettoeinkommen im Monat wird also für die Position "Wohnung, Wasser, Gas und Brennstoffe" genutzt bzw. verwendet? Sie sehen, das ist genau der Grund, warum wir in Deutschland immer mehr Altersarmut haben. Was nützt es der alten Oma, wenn die Preissteigerung im Bereich Bildungswesen nur sehr gering ist?! Nichts, denn dann reicht die Rente trotzdem nicht, um die nächste Gasrechnung zu bezahlen, wenn man eh kaum auskommt mit dem bisschen Rente.


Und noch mehr tricksen kann man damit, dass man auch einfach bestimmte Produkte in ein Themenfeld im Warenkorb packt oder auch wieder herausnimmt. Packt man ein Iphone in eine Warengruppe, dann bleibt der Wert immer schön konstant. Denn der Preis bleibt ja auch immer konstant. Super! Alles toll in Deutschland!


Geld auf die Bank legen?

Tja, und was passiert also nun, wenn man Geld auf die Bank legt? Hoffentlich bekommt man dann auch Zinsen dafür, um die Inflation auszugleichen. Also mindestens (wenn wir uns an der gefälschten Inflation orientieren) 1,7 bis 2 Prozent Zinsen. Dann verliert das Geld ja nicht seinen Wert. Oh, oh! Und hier sehen Sie schon das Problem: Nicht nur, dass man ja eigentlich einen Zins von 10 bis 20% erhalten müsste, um der Preissteigerung gerecht zu werden, nein, wir bekommen ja heutzutage gar keine Zinsen mehr! Was für ein Mist! Und warum schreibe ich hier von 10 bis 20 Prozent? Weil ich fest davon überzeugt bin, dass dies eigentlich der wirkliche Wert der Inflation ist!


Schauen Sie sich einmal die Ziele und Ergebnisse einer Deutschen Bank an! Hier muss mindestens ein Ertrag von 20% anfallen, damit es gut läuft! Und wenn die Deutsche Bank diese Werte nicht mehr liefern kann, dann geht es "bergab"! Und das sehen wir eben aktuell bei der Deutschen Bank. Die Erträge sind zurück gegangen (im vierten Quartal 2017 um 19 Prozent!) und deshalb versucht man natürlich nun (wie fast überall) die Kosten zu senken. Wenn nicht läuft, dann muss eben gekürzt werden. Vielleicht am Gehalt und vielleicht auch am Personal! Und dann? Sie ahnen es vielleicht schon: ein Teufelskreislauf!


Inflation ist hoch, und nu?

Wir haben also festgestellt, dass es eine sehr hohe Inflation gibt in Deutschland. Es macht vermutlich auch keinen Sinn, Geld zu sparen um etwas zu kaufen. Die These ist vielmehr: macht man sogar Gewinn, wenn man kein Geld hat und etwas mit einer Kreditfinanzierung kauft? Ich würde sagen, ja! Denn die Preise für Immobilien steigen ja. Und wenn Sie jetzt, mit einem sehr geringen Zins, kaufen, und dann in zehn Jahren vielleicht mit einem deutlichen Verkaufsgewinn wieder verkaufen, dann haben Sie ja einen Gewinn gemacht! Also holen Sie sich jetzt gleich noch einen günstigen Kredit bei unserem Partner und schon verdienen Sie Geld!